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Rene Göldner Vierter in Malaysia

01.12.2019

Nach zwei Jahren sind wir wieder auf der Malaysischen Insel Penang, das letztes Mal noch mit dem Triathlon Bike hier, jetzt nur mit Laufschuhen im Gepäck. Obwohl wir nun seit fast zwei Monaten (um genau zu sein, seit dem 2.10. in Asien (Bali, Borneo, Phuket, Penang) unterwegs sind, komme ich wie gewöhnlich mit den hohen Teperaturen >30 Grad C. sehr gut zurecht, die hohe Luftfeuchtigkeit allerdings wird nicht mein Freund. Zwar habe ich mich hier in der Zeit ganz gut vorbereitet und in den letzten zwei Wochen in Phuket sogar längere Touren mit dem Rennrad und Gisa fahren können, aber eine richtige Struktur wollte ich dem Sport nicht geben, da wir hier auch andere Dinge zu tun haben. Seitdem ich nun auch auf Strava gemeldet bin (eine Plattform, auf der sich die dort gelisteten Sportler weltweit vergleichen können (und ich sag Euch, das wollte ich ehrlich nie machen und hab mich immer geweigert) war ich ruck zuck dabei und habe auch versucht in jedem Land ein paar Strava (KOM) Rekorde zu knacken, was erstaunlich oft gelungen ist. Der Vorteil ist schon enorm, es lassen sich überall auf der Welt neue Strecken zum laufen, Radfahren uvm. finden). Diese Art der Zusatz Motivation funktioniert, auch wenn ich somit als Strava Anfänger anstatt einer ordentlicher HM Vorbereitung immer irgendwelche kurze, bergige oder sogar Bahneinheiten gerannt bin, nach dem Motto „Alles für den Strava Rekord“ 🙂 Sinn oder Unsinn – der Spaß steht hierbei weit oben. Also wird einfach gelaufen, geradelt und geschwommen, wo und wie es grad passt oder irgendwo ein Strava Segment zum knacken bereit liegt.

Zwei Halbmarathon mit vier Tagen Pause dazwischen hatte ich dennoch schon vorher eingeplant. Der erste hier auf Penang fand letzte Nacht um 3 Uhr statt, im Dunkeln, bei 95% Luftfeuchtigkeit bei tropischen 26 Grad Celsius.

Die Veranstaltung ist mit 26.000 Startern einer der großen malaysischen Laufevents und die sehr hohen Preisgelder ziehen natürlich auch Kenianer an. Ich hatte das Privileg als Elite Starter auch von vorne weg starten zu können und nach einer sehr kurzen Nacht (mit selbst gewählter Abendessenszeit um 15 Uhr , Schlafenszeit um 18 Uhr und von dort an gefühlt jede Stunde ein muslimischer Gebets-ruf über Megaphon, dass mir die Ohren brannten und an Schlaf nicht zu denken war) ging es pünktlich los.

Das Besondere an diesem Lauf ist die Brückenquerung, die Penang über das offene Meer mit 14 Kilometer Länge zum Festland verbindet. Es gibt weiter südlich noch eine zweite 16 KM lange Brücke, die ich vor zwei Jahren schon mit meinem Triathlonrad gefahren bin. Das ging allerdings nur verbotenerweise (und man hatte mich damals auch auf der Mitte der Brücke gestoppt, allerdings dann nach einem gemeinsamen Selfie mit der Polizei weiterfahren lassen). Beim Marathon wird die komplette Länge bis zum Festland gelaufen. Für uns HM Läufer war der Wendepunkt etwas früher auf der Brücke erreicht. Das änderte aber nichts am spektakulären Blick aufs offene Meer der „Straße von Malakka“, nachts im Wettkampf auf der Brücke, Mega! Kurz nach dem Start fand ich leider keine Gruppe, die einen vor die anderen hinter mir und bei Kilometer vier war bereits alles an Kleidung bis hin zu den Schuhen klitschnass, durch die hohe Luftfeuchtigkeit. Alles scheuerte und trotz wirklich harter Anstrengung gelang es mir nicht ansatzweise so schnell zu rennen, wie in unserer Klimazone. Trotzdem konnte ich die zweite Hälfte nochmal zulegen und auch noch eine Kenianerin überholen und versuchen zu motivieren (was leider nicht geklappt hat.

Das HM Rennen hatte keine Altersklasseneinteilung wie bei uns. Es war in zwei Klassen, ein Open-field und ein Veteran-field aufgeteilt. Da ich in meinem Alter schon zu den Veteranen gehöre 😉 hatte ich mir eigentlich sehr gute Chancen auf die 2.000 MR Siegprämie ausgerechnet, selbst bei einer Zeit von 5 Minuten langsamer als meine HM Zeit zu Hause sah ich gute Chancen. Pustekuchen, Penang ist noch nicht einmal mit Kuala Lumpur (der Hauptstadt) zu vergleichen, wie mir der malaysische Läuferkollege aus unserer Unterkunft sagte, der extra aus KL angereist war, um den 10 km Lauf zu gewinnen und auch mit der Holzmedaille, Platz 4 endete, weil es zu schwül war. 1:27:24 für nen HM ? Ja, hier schon! Auch wenn ich diese Zeiten zu Hause im Training rennen kann, so hatte ich vor den klimatischen Bedingungen Riesen Respekt. Kannte ich ja bereits vom Singapur Duathlon. Aus meinem anvisierten ersten Platz wurde der Vierte und es gab etwas weniger Geld, trotzdem auch einen Pokal und natürlich Ruhm und Ehre und es war einfach mega spannend und aufregend. Und da ich extrem ungern so früh morgens aufstehe, war diese Tatsache alleine schon mein persönlicher Sieg. Gesamtplatz 22/5705 und Veteran Kategorie Platz 4/830 kann ich aber gut mit leben. In sechs Tagen steht der nächste Halbmarathon an, gleiches Klima, eine Insel weiter nördlich auf Langkawi. Vielleicht hat sich mein Körper bis dahin adaptiert und will schneller rennen! (Bericht von Rene Göldner)

 

Foto: Vorschaubild zur Meldung: Rene Göldner Vierter in Malaysia

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